Oberbaumbrücke

Oberbaumbrücke Die Oberbaumbrücke, die die Spree überspannend die beiden Berliner Bezirke Kreuzberg und Friedrichshain verbindet, ist nicht nur die schönste Brücke Berlins, sondern hat besonders für uns noch eine andere Bedeutung: Sie stammt von dem Architekten Otto Stahn, welcher auch unser Bootshaus entwarf.

Die erste Oberbaumbrücke hat es etwas nördlich der jetzigen Stelle wohl schon im Jahre 1724 gegeben. Sie war eine Holzkonstruktion, auf Pfählen errichtet und mit einer Länge von 154 Metern die längste Brücke Berlins zu dieser Zeit. Damals diente sie jedoch nicht nur als Verbindung zwischen dem Stralauer und dem Schlesischen Tor, sondern auch als Zollstation für Schiffe, die die Spree flußab nach Berlin fuhren. Ein Sperrbaum verhinderte die unberechtigte Durchfahrt und gab der Brücke auch ihren Namen: Oberbaum-Brücke.

Ende des 19. Jh. war die Brücke dem Verkehrsaufkommen zwischen den beiden Bezirken und auf dem Wasser nicht mehr gewachsen. Außerdem sollte eine Hochbahn zum Anschluß Kreuzbergs an den Frankfurter Bahnhof (heute S-Warschauer Str.) über die Spree errichtet werden, so daß über einen Neubau nachgedacht werden mußte. Mit dem Entwurf der neuen Brücke wurde der Berliner Regierungsbaumeister Otto Stahn (1859-1930) beauftragt, der u.a. auch das Bootshaus des Schülerruderverbands Wannsee errichtete. Der Bau der neuen Brücke begann 1894 und wurde am 24. August 1895 abgeschlossen. Für den Verkehr wurde die Brücke im Dezember 1895 geöffnet. Seit 1902 fährt auch die U-Bahn Linie 1 über diese Brücke.

Oberbaumbrücke Am 23. April 1945 wurde auf Befehl von Hitler der Mittelteil der Brücke gesprengt, um den Vormarsch der Roten Armee aufzuhalten. Nach dem Krieg wurde die Brücke provisorisch wiederhergerichtet, konnte aber nach dem Mauerbau am 13. August 1961 nicht mehr passiert werden, da über ihre Mitte nun die Grenze zwischen West- und Ostberlin verlief.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde mit der Sanierung der Brücke begonnen, während der die Brücke einen neuen Mittelteil in Form einer Stahlkonstruktion erhielt. Genau fünf Jahre nach dem Fall der Mauer, am 9. November 1994 wurde die Brücke wieder für den Kraftfahrzeugverkehr freigegeben, und seit 1995 fährt auch die U-Bahn, die zu Mauerzeiten am Schlesischen Tor endete, wieder über die Brücke bis Warschauer Straße.

Für Ruderer ist zu beachten, daß die Oberbaumbrücke die östliche Grenze des für Segel- und muskelbetriebene Boote gesperrten Bereichs markiert: Zwischen Spree Km 13 und der Oberbaumbrücke ist die Innenstadtspree für solche Boote ganzjährig gesperrt. Sondergenehmigungen für Berliner Rudervereine und deren Gäste können auf (frühzeitige) Anfrage vom Landesruderverband Berlin erteilt werden.

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